Welcher Schraubendreher für welche Schraube? 5 einfache Tipps
Wer schon einmal eine Schraube lösen oder festziehen wollte, kennt das Problem: Der Schraubendreher passt nicht richtig, rutscht ab oder beschädigt sogar den Schraubenkopf. Dabei ist die Auswahl oft einfacher, als sie zunächst wirkt. Welcher Schraubendreher für welche Schraube passt, lässt sich meist schon an der Form des Schraubenkopfes erkennen.
Welcher Schraubendreher für welche Schraube geeignet ist, hängt vor allem von der Form des Schraubenkopfes und der passenden Größe ab. Mit dem richtigen Werkzeug lässt sich die Arbeit sicherer und deutlich einfacher erledigen.
1. Schlitzschrauben: Der klassische Schraubendreher
Schlitzschrauben haben einen einfachen geraden Schlitz im Schraubenkopf. Dafür brauchst du einen Schlitzschraubendreher, dessen Klinge genau in den Schlitz passt.
Wichtig ist die richtige Breite. Ist die Klinge zu schmal, kann sie leicht verrutschen. Ist sie zu breit, passt sie nicht vollständig in den Schraubenkopf.
Für gelegentliche Reparaturen zu Hause gehören verschiedene Größen von Schlitzschraubendrehern deshalb zur praktischen Grundausstattung.

2. Kreuzschlitzschrauben: PH und PZ unterscheiden
Kreuzschlitzschrauben sind im Haushalt besonders häufig. Allerdings gibt es dabei zwei verschiedene Formen, die leicht verwechselt werden können: Phillips (PH) und Pozidriv (PZ).
Ein PH-Schraubendreher hat eine einfache Kreuzform. Ein PZ-Schraubendreher besitzt zusätzliche kleinere Linien zwischen den Hauptflächen des Kreuzes.
Wenn du einen PZ-Schraubenkopf mit einem PH-Schraubendreher bearbeitest, kann das Werkzeug leichter abrutschen. Deshalb solltest du vor dem Ansetzen genau prüfen, welche Form die Schraube hat.

3. Torx-Schrauben: Sternförmiges Profil
Torx-Schrauben erkennst du an ihrem sternförmigen Profil mit sechs Spitzen. Sie werden bei Möbeln, Fahrzeugen, Geräten und vielen anderen Anwendungen verwendet.
Für diese Schrauben brauchst du einen Torx-Schraubendreher in der passenden Größe. Die Größen werden beispielsweise mit T10, T15, T20 oder T25 bezeichnet.
Auch hier gilt: Der Schraubendreher sollte möglichst genau in den Schraubenkopf passen. Ein zu kleiner Torx kann beschädigt werden oder beim Drehen abrutschen.
4. Die richtige Größe ist entscheidend
Nicht nur die Form, sondern auch die Größe des Schraubendrehers muss stimmen.
Setze den Schraubendreher gerade auf die Schraube und prüfe, ob er vollständig im Schraubenkopf sitzt. Wenn du beim Drehen viel Druck brauchst oder das Werkzeug wackelt, solltest du eine andere Größe ausprobieren.
Ein gut passender Schraubendreher sitzt stabil und lässt sich kontrolliert drehen. Dadurch verringerst du das Risiko, den Schraubenkopf zu beschädigen.
Bei hart sitzenden Schrauben solltest du außerdem nicht einfach immer mehr Kraft einsetzen. Prüfe zuerst, ob wirklich der passende Schraubendreher verwendet wird.

5. Schraubendreher richtig ansetzen
Auch ein passender Schraubendreher funktioniert nur dann gut, wenn er richtig angesetzt wird.
Halte das Werkzeug möglichst gerade zur Schraube und drücke es während des Drehens leicht in den Schraubenkopf. So bleibt die Verbindung zwischen Werkzeug und Schraube stabil.
Bei einer festsitzenden Schraube kann es helfen, zunächst vorsichtig etwas Druck aufzubauen und anschließend langsam zu drehen. Vermeide ruckartige Bewegungen, da du sonst leichter abrutschen kannst.
Für verschiedene Reparaturen lohnt es sich, mehrere Größen und Profile griffbereit zu haben. Eine gute Grundausstattung für Heimwerker kann dir dabei viel Zeit sparen. Weitere Tipps und Artikel findest du in unserem Bereich Werkzeuge.
Wann solltest du einen Schraubendreher nicht verwenden?
Ein Schraubendreher sollte nur für die dafür vorgesehene Aufgabe verwendet werden. Er ist beispielsweise kein Meißel und sollte nicht als Hebelwerkzeug eingesetzt werden.
Auch beschädigte Schraubendreher mit verbogener oder stark abgenutzter Spitze solltest du nicht weiterverwenden. Sie können leichter abrutschen und die Schraube oder deine Hand beschädigen.
Wenn eine Schraube stark beschädigt ist und sich nicht mehr sicher lösen lässt, kann ein passendes Spezialwerkzeug erforderlich sein.
Welcher Schraubendreher für welche Schraube? Die Übersicht
Die wichtigsten Kombinationen sind schnell zusammengefasst:
- Schlitzschraube → Schlitzschraubendreher
- PH-Kreuzschlitz → Phillips-Schraubendreher
- PZ-Kreuzschlitz → Pozidriv-Schraubendreher
- Torx-Schraube → Torx-Schraubendreher
- Immer die passende Größe verwenden
Wer die Unterschiede kennt, kann viele kleine Reparaturen zu Hause einfacher und sicherer erledigen.
Fazit
Die Frage „Welcher Schraubendreher für welche Schraube?“ lässt sich meistens schnell beantworten, wenn du zuerst die Form des Schraubenkopfes erkennst und anschließend die passende Größe auswählst.
Ob Schlitz, Kreuzschlitz oder Torx: Der richtige Schraubendreher sorgt für besseren Halt und reduziert das Risiko, den Schraubenkopf zu beschädigen. Eine kleine Auswahl verschiedener Größen gehört deshalb in jeden gut ausgestatteten Werkzeugkasten.



